Der Südwesten Englands
Wollten Sie immer schon einmal auf den Spuren von Rosamunde Pilchers Romanen wandeln? Faszinieren Sie englische Gärten? Dann sind sie im Südwesten England genau richtig.
Cornwall ist bei den Deutschen als Urlaubsziel durch die Verfilmungen der Romane von Rosamunde Pilcher attraktiv geworden. Es handelt sich hierbei um eine Halbinsel, die sowohl den südlichsten als auch westlichsten Punkt Englands darstellt. Es ist zudem von drei verschiedenen Gewässern umgeben – dem Atlantischen Ozean, dem Ärmelkanal und der Keltischen See. Die Küstenlandschaft wird von steilen Felsen und Klippen mit langen einsamen Sandstränden und Buchten geprägt.
Aufgrund des eher milden Klimas wachsen in Cornwall und Devon (Letzteres grenzt an Cornwall) zum Teil selbst mediterrane Pflanzen. Daher sind Cornwall und Devon auch für eine Vielzahl öffentlich zugänglichen Gärten bekannt. Diese sind entweder im Privatbesitz oder werden vom National Trust (Gesellschaft zum Schutz des historischen Erbes) und der Royal Horticultural Society (Königliche Gartenbau-Gesellschaft) verwaltet. Die Mehrzahl dieser 50 Gärten wurde im 19. Jahrhundert von reichen Adeligen angelegt. Einige von ihnen sparten keine Kosten und Mühen und reisten in entfernte Länder wie beispielsweise Neuseeland und Nepal, um Samen zu sammeln und nach England zu bringen. Die Gärten verwilderten dann nach dem Zweiten Weltkrieg und wurden erst Ende des 20. Jahrhunderts wieder zu neuem Leben erweckt. Für welchen Garten oder Gärten man sich letztendlich entscheidet, es lohnt sich nach der Besichtigung in einem Garten-Café bei Tee und landestypischen Scones mit Marmelade und Clotted Cream die Seele baumeln zu lassen.
Der bekannte Küstenort St Ives, welcher die Kulisse für die Rosamunder Pilcher Verfilmung, der Muschelsucher, war, ist ein beliebtes Reiseziel vieler Cornwall Urlauber. Dieses Städtchen ist aufgrund seines besonderen Lichts auch unter Künstlern sehr beliebt. Daher überrascht es nicht, dass die Hauptattraktion das Tate St Ives ist, welches Werke der Künstler aus diesem Städtchen ausstellt. Surfer zieht es ein ganzes Stück weiter nördlich. Bekannte Surfstrände findet man an der raueren Nordküste in Bude, Polzeath und Newquay. Die Südküste mit seiner üppigen Fauna ist auch die Heimat zahlreicher kleiner Fischerdörfchen wie z.B. Mousehole. Dieses kleine Fischerdörfchen in der Nähe von Newlyn und Penzance lockt mit Idylle und seinem malerischen Hafen. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Namen nicht um die englische Übersetzung des Wortes "Mauseloch" handelt, selbst wenn es zu diesen Dörfchen passen würde. Den Bewohnern ist es besonders wichtig, dass es "Mousel" ausgesprochen wird.
Der Zauber und die Schönheit Cornwalls lassen sich am besten zu Fuß erleben, sodass Wandern die beste Methode ist, um diese Region, seine Natur und versteckten Buchten zu erkunden. Abgesehen von den vielen Wandermöglichkeiten an der Küste und im Landesinneren von Cornwall, gibt es auch den sogenannten South West Coast Path, der mit seiner Länge von über 1000 km, der längste Wanderweg Englands ist. Man kann hier von Minehead in Sommerset entlang der Küste bis nach South Haven Point nahe Dorset laufen, wobei der Weg unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bietet.
Für alle, die einen Englandurlaub auch damit verbinden wollen, ihre Englischkenntnisse aufzubessern, können zunächst in Form einer Sprachreise nach London, Bath oder Torquay reisen. Letzteres befindet sich bereits in Devon, der Nachbar-Grafschaft von Cornwall. Von dort aus hängt man dann eine Reise nach Cornwall an. Ob in Form einer Wanderung, einer Gartentour, zum Surfen oder einfach, um die Seele baumeln zu lassen, Cornwall steckt voller Möglichkeiten.
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